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Mai
12

„Der Weg zur Krone“ auf Schloss Marienburg

„Der Weg zur Krone“ – Das Königreich Hannover und seine Herrscher
Ausstellung auf dem Königsschloss gibt Einblicke in die Welfengeschichte

"Der Weg zur Krone" auf Schloss Marienburg

Die kulturhistorisch herausragenden Insignien des Hannoverschen Königreichs

Spektakuläre Exponate und einen außergewöhnlichen Blick auf 300 Jahre Welfengeschichte, insbesondere auf das Königreich Hannover, bietet die Ausstellung „Der Weg zur Krone – Das Königreich Hannover und seine Herrscher“ auf Schloss Marienburg. Vom 1. Mai bis 9. November 2014 werden auf dem Welfensitz bei Hannover die verschlungenen Wege der Welfen, dem ältesten Fürstengeschlecht Europas, bis zur britischen Staatskrone Georgs I. und schließlich zur Hannoverschen Königskrone nachgezeichnet.

Anlass für die Ausstellung sind zwei Jubiläen: Vor 300 Jahren begann die Personalunion, in der das Kurfürstentum Hannover (spätere Königreich Hannover) und das Königreich Großbritannien durch gemeinsame Könige aus dem Hause Hannover miteinander verbunden waren. Die Gründung des Hannoverschen Königreiches liegt 200 Jahre zurück.

Als Partner der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 „Als die Royals aus Hannover kamen“, nimmt Schloss Marienburg ebenfalls Bezug zur bedeutenden Ära der Personalunion. Zwar entstand das neugotische Schloss auf dem Marienberg erst 1858, aber über seine Geschichte und seine Bewohner ist es eng mit den englischen Königen aus Hannover und dem heutigen englischen Königshaus verbunden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Der Weg zur Krone“ steht die Zeit des Hannoverschen Königreichs von 1814 bis 1866. In den neun Räumen des Königinnenflügels mit herrlichem Blick auf das Leinetal illustrieren etwa 70 Exponate den konsequent verfolgten Weg der Welfen zur länderübergreifenden Königswürde. Die Ausstellungsstücke aus dem Besitz des Welfenhauses, darunter viele, die erstmals gezeigt werden, zeugen von aufregenden und politisch bedeutenden Zeiten. Auch zahlreiche Gemälde und private Gegenstände werden der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Die Königskrone
Hauptattraktion und Herzstück der Ausstellung sind die kulturhistorisch herausragenden Insignien des Königreichs Hannover: Erstmals seit dem Ende des Königreichs Hannover im Jahre 1866 werden die Königskrone nebst Zepter und Brautkrone auf hannoverschem Boden gemeinsam gezeigt. In Deutschland war die Königskrone mit dem Zepter nach dem Tod von König Ernst August im Jahr 1851 bisher nur ein einziges Mal, nämlich 1997 in der Ausstellung „Victoria & Albert“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin, zu sehen. Jetzt ist das 1843 gearbeitete Prunkstück nach 148 Jahren in ehemals welfisches Herrschaftsgebiet zurückgekehrt.

Rundgang durch die Ausstellung
Beginnend beim Herzogtum Braunschweig-Lüneburg des 13. Jahrhunderts widmet sich die Ausstellung schnell dem Aufstieg zum Kurfürstentum Hannover und dem berühmten „Brauttausch“, der in seiner Konsequenz die Thronbesteigung Georg Ludwigs als Georg I. von Großbritannien und Irland nach sich zog.

Da Königin Anna keinen Thronerben hinterlassen hatte und erst die Nr. 57 der englischen Thronfolger wieder protestantisch war, erließ das Parlament den „Act of Settlement“, in dem die 71-jährige Kurfürstin Sophie, eine geborene Stuart, und ihre Nachkommen als Thronerben benannt wurden. Die Besucher erfahren interessantes und bisher wenig bekanntes zu den folgenden fünf Herrschern der Personalunion und der Entstehung des Königreichs Hannover.

Mit der Thronbesteigung von Königin Victoria, ebenfalls ein Mitglied des Hauses Hannover, endete im Jahr 1837 die Personalunion und in Hannover folgte Ernst August seinem Bruder König Wilhelm IV. auf den Thron. Er war es auch, der den Auftrag für die Anfertigung angemessener Herrscherinsignien erteilte. Anlass war die bevorstehende Vermählung des Kronprinzen Georgs mit Marie von Sachsen-Altenburg am 18. Februar 1843 in der Schlosskirche von Hannover.

Im Jahr 1857 schenkte König Georg V. seiner Frau Königin Marie zum Geburtstag das noch zu erbauende Schloss Marienburg, das von dem Königspaar allerdings nur kurze Zeit als Sommerresidenz genutzt wurde. Nach der Schlacht bei Langensalza im Jahr 1866 wurde das Königreich Hannover durch Preußen annektiert. König Georg V. ging mit seiner Familie ins Exil nach Österreich. Aus dieser Zeit sind viele Fotoalben erhalten geblieben. Eine kleine Auswahl an Fotos ist in der Ausstellung zu sehen.

Zu einer Aussöhnung zwischen Hannoveranern und Preußen kam es erst 1913, als der Sohn des ehemaligen Kronprinzen, Prinz Ernst August, Prinzessin Victoria Luise, die Tochter des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II., heiratete. Ein Jahr später, am 9. Mai 1914 wird der Sohn des Herzogpaares im Braunschweiger Dom getauft. Ein detailgetreues Gemälde zeigt dieses letzte ganzvolle Fürstenfest mit Besuch des Kaiserpaares und ist der Abschluss der Ausstellung.

Die Ausstellung ist im Rahmen einer 40-minütigen Führung täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr zugänglich. Eine vorherige telefonische Anmeldung wird empfohlen. Begleitend zur Ausstellung „Der Weg zur Krone“ werden an festen Terminen die verschlungenen Wege zur Königskrone durch die interaktive 90-minütige Theaterführung „Liebe, Macht und Lebensart“ erlebbar. Die geisterhafte Herzogin Eleonore d“Olbreuse, die „Stammmutter Europas“, begibt sich mit dem Besucher auf eine imaginäre Reise durch drei Jahrhunderte.

Führung Ausstellung „Der Weg zur Krone“
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
Erwachsene 6,00 Euro,
Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre) 5,00 Euro, Kinder unter 5 Jahre frei

Kombiticket Führung „Der Weg zur Krone“ + Schlossführung
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
Erwachsene 12,00 Euro, Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre) 10,00 Euro,
Kinder unter 5 Jahre frei

Bei Vorlage des Tickets der Niedersächsische Landesausstellung 2014 erhalten Besucher ermäßigten Eintritt bei den og. Führungen.

Theaterführung „Liebe, Macht und Lebensart“
21., 28. Mai 2014 – 4., 11., 18. Juni 2014
2. , 4. , 9., 11., 16., 18., 23., 30. Juli 2014
1., 6., 8., 13., 15. August 2014, jeweils 19.30 Uhr
Erwachsene 18,00 Euro

Bildrechte: © Schloss Marienburg / Patrice Kunte Bildquelle:© Schloss Marienburg / Patrice Kunte

Die wahre Liebe ist in einem Schloss zuhause – in Schloss Marienburg. Dort, 135 Meter über dem Meeresspiegel, lebt sie still und nahezu unberührt in zahlreichen Türmchen und Zinnen, in königlichen Gemächern, in Küchen und Kellern. Überall in der noch authentisch erhaltenen Sommerresidenz sind die kleinen Zeichen einer großen Liebe aufzuspüren und zu betrachten. Und wiewohl dieses Schloss ist wie im Märchen – die Liebe, die dort wohnt, ist eine wahre Geschichte: die zwischen Königin Marie und Georg V., dem letzten König von Hannover.
Schon im Namen „Schloss Marienburg“ ist für alle Tage festgeschrieben, wem dieses Manifest der Liebe einst gewidmet war: Ihrer Majestät, Königin Marie. Denn als Zeichen seiner Liebe schenkte König Georg V. 1857 den Marienberg nebst zu errichtendem Schloss seiner Gemahlin, Königin Marie, zu ihrem 39. Geburtstag. Als man im selben Jahr mit dem Bau des Schlosses begann, ahnte noch niemand, dass dieser wahrhaft königliche Liebesbeweis einmal zu den eindrucksvollsten Baudenkmälern Deutschlands gehören würde. Zwischen 1858 und 1867 entstand auf dem sagenumwobenen Marienberg, der – wie es hieß – von Zwergen bewohnt war, dieses im neugotischen Stil erbaute Höhenschloss, das seine Besitzerin sogleich in ihr Herz schloss und „mein kleines Eldorado“ nannte.
Doch das Schicksal wollte es anders: So wie der seit seiner frühesten Jugend erblindete König sein Geschenk nie mit eigenen Augen erblicken sollte, so sollte seine geliebte Gemahlin Marie dort nie richtig wohnen. Noch bevor das Schloss fertiggestellt war, zwangen 1866 die Preußen König Georg V. und seinen Sohn ins Exil nach Österreich, und wenig später siedelte die Königin mit ihren beiden Töchtern in ihr Schloss über. Fast ein Jahr besiegelten nun eilig hin und her gesandte Briefe das Band der Liebe zwischen den beiden.
Doch schon 1867 folgte Königin Marie, zerrissen zwischen Heimat, der Sehnsucht nach ihrem Gemahl und politischem Druck, ihrem König ins Exil nach Österreich – und sollte ihr „Eldorado“ nie wiedersehen. Kurz darauf versank das Schloss in einen fast 80 Jahre währenden Dornröschenschlaf.
Seit 2004 befindet sich Schloss Marienburg im Besitz des Ur-Ur-Urenkels von Königin Marie und König Georg V., S.K.H. Erbprinz Ernst August von Hannover, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg. Mit ihm erwachte erstmals wieder Leben auf dem Schloss seiner Ur-Ur-Urgroßmutter. Neben informativen Führungen durch die nahezu vollständig und original erhalten Zimmerfluchten macht ein sorgfältig zusammengestelltes Programm mit einer Vielzahl fröhlicher und musikalischer Ereignisse Schloss Marienburg heute einmal mehr zu dem, was sich Königin Marie schon immer davon erträumte: Ein Monument der Liebe, ein kultureller Mittelpunkt für Musik und Kunst – ein Gesamtkunstwerk an sich!

Schloss Marienburg liegt circa 20 km südlich von Hannover und 15 km nordwestlich von Hildesheim mit seiner unverwechselbaren Silhouette am Südwesthang des Marienbergs.

Schloss Marienburg
Joana Heinemann
Marienberg
30982 Pattensen
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