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Mrz
27

Mit Online-Stolpersteinen gegen das Vergessen

Gunter Demnig und Jung von Matt starten Europas größtes Online-Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.
Mit Online-Stolpersteinen gegen das Vergessen

(ddp direct) Seit 2000 erinnert der Künstler Gunter Demnig mit den Stolpersteinen an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen mehr als 32.000 dieser Stolpersteine in über 750 Orten Europas. Damit hat Demnig das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer des Dritten Reichs geschaffen. Im öffentlichen Raum kommen so täglich tausende Menschen mit dem Thema im wahrsten Sinne des Wortes in Berührung. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig gehalten, die dort einst wohnten. Die Opfer, die in Konzentrationslagern nichts als Nummern waren, bekommen damit ihre Namen zurück. Denn wie ein jüdisches Sprichwort sagt: Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist.

50 Prozent aller Deutschen unter 25 wissen nicht, was der Holocaust war.
Um das zu ändern erfasst Jung von Matt auf Grundlage von Google-Maps und Google StreetView alle 32.000 Stolpersteine in einer digitalen Karte. So stolpern Jugendliche und junge Erwachsene dort, wo sie einen Großteil ihres Alltags verbringen online. Unter www.stolpersteine-online.com finden sich alle bisher verlegten 4.075 Hamburger Stolpersteine, sukzessive folgen weitere deutsche Städte. Auf Webseiten stolpert man virtuell über Steine als Banner. Zudem ist geplant, Angebote für Schulen zu entwickeln und in die Seite zu integrieren. Außerdem sind Kooperationen mit anderen Geschichtsportalen wie www.gedaechtnis-der-nation.de in Planung. Auch offline wird die Kampagne unterstützt. An signifikanten Stellen stehen Citylight-Poster mit Stadtplanmotiv, wo man die Steine der direkten Umgebung finden kann.

Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen zum Mitmachen und zum Erinnern zu bewegen. Dazu stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung: Durch eine Patenschaft, eine Spende, durch die weitere Verlegungen finanziert werden oder mit der Mitarbeit an der Online-Karte. Denn jeder kann Steine, über die er stolpert, dort eintragen. Zudem sind Blogger, Redaktionen und Privatpersonen dazu aufgerufen, das Projekt über ihre Online- und Social-Media-Kanäle zu verbreiten. Auf der Webseite stehen dafür Banner und Buttons zur Verfügung, die in private Webseiten eingebaut werden können. Diese können hier heruntergeladen werden:

http://www.socialclients.de/downloads/Stolpersteine/Stolperstein_Banner.zip
Denn: je mehr die Menschen stolpern, desto präsenter bleibt, was damals geschah und dass es sich nie wiederholen darf.

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=== Stolpersteine (Bild) ===

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Stolpersteine“ ist ein Kunstprojekt von Gunter Demnig, das die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur aufrecht erhalten soll. 32.000 Stolpersteine in ganz Europa, verlegt vor dem letzten frei gewählten Wohnort, erinnern an die Deportation von Juden, Homosexuellen, Sinti & Roma, Behinderten und Oppositionellen.

Stolpersteine-online.com bringt dieses Mahnmal in die digitale Welt, um so Menschen in aller Welt und vor allem Jugendliche online stolpern“ zu lassen. Die Idee für das Online-Projekt kam von der Werbeagentur Jung von Matt. PR-Unterstützung leistet die Hamburger PR-Agentur Dederichs Reinecke & Partner, die Programmierung der Website hat die Agentur Kuborgh übernommen.

Dederichs Reinecke & Partner GbR
Torben Knye
Schulterblatt 58
20357 Hamburg
torben.knye@dr-p.de
040 2091 98-220 www.dr-p.de

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